Über mich
1995 Eröffnung in Amerbach „Anja´s Brautstudio“
1995 Meisterbrief im Modistenhandwerk
2007 Umzug nach Wemding (Wolfgangstraße) Umbenennung zu „Anja´s Lust auf Mode“
2014/2015 Umbau, Sanierung und Neueröffnung in der Nördlinger Straße 14 in Wemding
Zeitreise mit Anja
Viele meiner Kundinnen/Kunden fragen sich: Wer ist Anja? Wo kommt Anja her? Was ist Anja wichtig?Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, hier auf meiner Website ein bisschen von mir zu erzählen.
Ich wurde 1971 geboren und verbrachte auf dem kleinen Bauernhof meiner Eltern in Wörnitzostheim eine schöne und aufregende Kindheit. Bereits früh habe ich gelernt, dass man – wenn man im Leben etwas erreichen möchte – sich für keine Arbeit zu ‚schade‘ sein darf.
Bereits in jungen Jahren verspürte ich meine Neigung, kreativ tätig zu sein, malte stundenlang mit den Ölfarben, die ich mir so sehnlich von meinen Eltern gewünscht hatte. Meine Bilder wurden im Laufe der Zeit immer besser. Bald erhielt ich erste Auftragsarbeiten und gewann sogar Preise auf Ausstellungen.
Nach Abschluss der Realschule erlernte ich den zwischenzeitlich sehr selten gewordenen Beruf der Hutmacherin/Modistin. Meine Gesellenprüfung schloss ich mit „Sehr gut“ ab, wurde Kammersiegerin und zweite Bayerische Landessiegerin. Meine selbst gefertigten Hüte präsentierte ich auf dem Nördlinger Stadtmauerfest, auf diversen Ausstellungen und historischen Märkten. Die ausgefallenen und extravaganten Modelle fanden dort besonderen Anklang. Mein mit bereits 17 Jahren geäußerter Wunsch, bald selbständig tätig zu sein, wurde von meinen Eltern unterschiedlich aufgenommen. Mein Vater konnte sich für meine Idee sofort begeistern, während meine Mutter eher zurückhaltend reagierte. Letztendlich trugen meine Eltern jedoch sehr dazu bei, meinen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Meine Mutter ist eine hervorragende Köchin und Bäckerin – das handwerkliche Geschick und die Kreativität habe ich sicherlich von ihr ‚geerbt‘. Von meinem Vater habe ich Ehrgeiz, Wagemut und Zielstrebigkeit vermittelt bekommen.
Nach meiner Ausbildung wechselte ich zur Firma Weise-Festmoden. Dort lerne ich vieles über die Verarbeitung und den Umgang mit edlen Materialen - der Grundstein für meine Leidenschaft für die Braut- und Abendmode war gelegt. Während dieser Zeit kam ich auf die Idee, Kränze und Spiegelbilder mit Clowns zu basteln. Diese entwickelten sich dank positiver Mundpropaganda bald auch über meine Heimat hinaus zum Verkaufsschlager. Besondere Unterstützung bekam ich von einem meiner größten Fans, Herrn Pohl aus Pflaumloch, der mich ermunterte, meine Produkte auf dem Nördlinger Wochenmarkt anzubieten. Bald richtete ich im Keller meiner Eltern zusätzlich einen kleinen Verkaufsraum ein. Ich bastelte mit großem Eifer und viel Freude – manchmal Tag und Nacht. Bereits im Alter von 19 Jahren war ich erfolgreich in die Selbständigkeit gestartet – eine wunderbare Erfahrung.
Aber ich wollte mehr und entschloss mich zur Anmeldung bei der Meisterschule für Modisten. Die Prüfung schloss ich mit der Note 1,0 ab und wurde als Landessiegerin mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. Meinen Erfolg verdanke ich jedoch nicht nur meinem Fleiß, sondern auch den vielen Menschen um mich herum, die mich ermuntert, unterstützt und gefördert haben. Besonders erwähnen und danken möchte ich an dieser Stelle meinen Eltern, meinem Bruder, meinen Großmüttern und meinem Onkel Herbert. Ohne meine Familie wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt stehe.
Im Januar 1995 eröffnete ich in Amerbach „Anja’s Brautstudio“. Das Sortiment bestand aus Braut- und Abendmode sowie einer Abteilung für Kommunion- und Konfirmationskleider. Daneben unterhielt ich eine Abteilung für Geschenkartikel, die anfangs ebenso von essentieller Bedeutung war wie meine Arbeit als Modistin und die Herstellung von Hüten. Bereits zur Eröffnung gab es reges Interesse; ich durfte mich über eine große Anzahl interessierter Besucher freuen. Dabei gab es vereinzelt auch sehr kritische Stimmen; Menschen, die meinen Plänen, mich selbständig zu machen, sehr skeptisch (alternativ: reserviert) gegenüberstanden. Auch diese haben ihren Beitrag zu meinem Erfolg geleistet - ihre Skepsis bedeutete für mich zusätzlichen Ansporn. Mein Geschäft kam gut an, entwickelte sich zu einem Magneten im Landkreis und schon bald stand ich vor der Herausforderung, mehr Personal einzustellen zu müssen; alleine die Unterstützung meiner Familie reichte nicht mehr aus.
Während der ersten Jahre meiner Selbständigkeit wurden meine Kinder geboren: Alica, Marius und Aylin. Ihnen neben meiner Selbständigkeit gerecht zu werden, war oftmals eine große Herausforderung, aber ich kann sehr zufrieden und glücklich über ihre Entwicklung sein.
Im Jahr 1998 entschied ich mich, eine Herrenabteilung für festliche Anlassmode zu eröffnen; das Sortiment bestand aus Anzügen für den Bräutigam, die Hochzeitsgäste und für Kommunion- und Konfirmation.
Die Vorbereitung für eine Hochzeit nimmt oftmals einen längeren Zeitraum in Anspruch: Bevor eine Braut ihr Kleid abholt, wird sie des Öfteren vorbeischauen: Abstecktermine, das Aussuchen von Accessoires - so entwickelten sich zunehmend engere Bindungen zu den Familien der Bräute, manchmal gehört man sogar ein kleines bisschen ‚zur Familie‘; ich könnte viele sehr schöne ‚Geschichten‘ über die Erlebnisse mit Kunden erzählen!
Unser Sortiment an festlicher Kleidung erweiterte sich stetig, wir waren in das Geschäft mit Markenmode und auch mit sportlichen Outfits für Frauen eingestiegen. Als wir im Jahr 2007 von Amerbach nach Wemding umzogen, erweiterten wir unser Geschäft mit einer Abteilung für schöne und schicke Damenoberbekleidung von Tom Tailor, S. Oliver, Betty Barclay, Desigual, Tramontana und weiteren Marken. Außerdem eröffneten wir ein Atelier für die Maßanfertigung; es entstanden Kostüme für Prinzenpaare, Tanzgruppen, Abend- und Brautkleider sowie ausgefallene Kleidung, Designerjeans und Designermäntel. Gleichzeitig änderten wir den Namen: Aus „Anja’s Brautstudio“ wurde „Anja’s Lust auf Mode“.
Durch den wachsenden Kundenzulauf – und auch den zusätzlichen für die Lagerung benötigten Raum - beschloss ich bereits einige Jahre später, im Jahr 2011, das alte Gebäude des Raumausstatters Lettenbauer in der Nördlinger Straße zu kaufen. Dieses Haus wurde nach aufwändiger Planung und den folgenden Umbauarbeiten im Oktober 2015 unsere neue Geschäftsadresse. Die Umsetzung meiner Pläne erforderte viel Fleiß, aber die Arbeit hat sich gelohnt. Dafür möchte ich meinem Vater für sein unermüdliches Engagement als Bauleiter und meinem Mann Robert für die Umsetzung der Pläne und Verwirklichung meiner Träume bedanken. Auch meinem Team, welches mich so phantastisch unterstützt, möchte ich ein herzliches Dankeschön für das Engagement aussprechen.
Durch die Vervierfachung unserer Verkaufsfläche konnten schöne und exklusive Beratungszimmer für unsere Bräute entstehen. Zudem entstand ein neuer Bereich für Herren; das Sortiment reicht von der lässigen Jeans bis zum ausgefallenen Anzug für den Bräutigam. Neu in unser Angebot aufgenommen haben wir einen Service für Männer (bestehende Kunden): die Männerbox. Sie nennen uns Ihre Größe, Ihre Lieblingsfarben, Ihren bevorzugten Kleidungsstil und wir stellen Ihnen daraufhin - gerne auch automatisch in vereinbarten zeitlichen Abständen - eine Box mit passenden Kleidungsstücken zusammen, die Sie nach Hause mitnehmen und dort „ganz privat“ probieren können. Selbstverständlich schicken wir Ihnen die Box auf Wunsch auch per Post zu. Anschließend bringen oder schicken Sie uns die Artikel, die Ihnen nicht gefallen haben, zurück und bezahlen das, was Ihren Geschmack getroffen hat.
Wann darf ich und mein Team auch Sie begrüßen?